Mit Verlaub, Herr Lumma!

Bester und treffenster Post im ganzen deutschen Internet. Ja, so seh ich´s leider auch. Auf den Punkt gebracht. Es gibt einfach nix besseres, wenn man Ansprüche hat.

Lumières dans la nuit

Ich habe mit im Verlaufe des Lesens anschwellender Unlust ihr heutiges Blogposting „Digitalisierung der Gesellschaft: Eine Generation hat versagt“ gelesen, und diese durchgreifende Unlust führte zu einem immer größeren Verlangen, der Entfaltung ihrer Sicht und Gedanken in Sprache einige Worte entgegenzusetzen. Hier sind meine kleinen Fragmente. Ich glaube nicht, dass diese in ihrer aus meiner Sicht recht verbohrten Weltsicht ankommen können, aber für meine eigene psychische Hygiene scheint es mir erforderlich.

Um für andere Leser meines marginalisierten Geschreibes den Zusammenhang herzustellen, muss ich ausgiebige Zitate machen — wer diese im ursprünglichen Kontext lesen möchte, lese zuvor oder begleitend den Text von Nico Lumma.

Wenn man sich die Entwicklung der Digitalisierung in Deutschland und der Welt in den letzten 10 Jahren angeguckt hat, dann muss man leider feststellen, dass die handelnden Personen sowohl in der Wirtschaft, aber auch in der Politik nicht wirklich in der Lage waren, die…

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Veröffentlicht unter Dokus.

Eckardt Tolle – Torwege zum Leben im Jetzt

Mein Leben war immer der Hammer, dann gings ganz schnell runter . Ich war in einem unerwarteten Tiefpunkt in meinem Leben und in einer Schockstarre, ohne Perspektive. Eckardt Tolle war ein Baustein um aus dem Loch zu kommen, seitdem veränderte ich mein ganzes Leben und Bewusstsein zum Besseren.

Untentwegt verfangen sich unsere Gedanken in dem, was war und in dem, was sein wird. Dies ist der Grund für Trennung vom Augenblick und vom echten Leben. Eckardt Tolle erklärt die Gründe und zeigt 3 Tore zum jetzigen Augenblick. Die Wahrnehmung des eigenen Körpers, die Stille und die Akzeptanz, das Annehmen  was ist.

Die gesamte Doku besteht insgesamt aus 6 Teile! Um die weiteren einzublenden bitte auf „weiterlesen“ klicken.

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Sex, Nazis, Nachkriegsdeutschland, 68er

Heute möchte ich auf verschiedene Zeitungsartikel die auf einem Buch basieren aufmerksam machen. Die berühmten 68er wollten mit der Befreiung der Liebe gegen die faschistische repressive Sexualmoral der Nachkriegszeit demonstrieren. Dagmar Herzog beschreibt in ihrem Buch „Die Politisierung der Lust“ ein ganz anderes Bild der Geschichte. Dort wird beschrieben, das die repressive Sexualmoral schon der antifaschistische Konter auf die sexuelle Freizügigkeit und teilweise Emanzipation in der NS Zeit war. Somit waren die antifaschistischen 68er im Geiste quasi, aus Unwissenheit, in der Tendenz eher faschistisch.

Die Kirche wurde in der NS zurückgedrängt und die Scheidungsgesetze gelockert. Natürlich hatte die Biopolitik des Regimes Gründe, denn sie forderte Kinder um mehr Soldaten zu bekommen. Und natürlich sollten sexuelle Kontakte nur unter Volksgenossen stattfinden und nicht mit Kriegsgefangen, Erbkranke, Juden, usw….

Ich möchte dies in meinem Artikel auch nicht vertiefen, weil dies alles in den Artikel beschrieben wird, dafür habe ich folgend ein paar Ausschnitte gewählt. Finde die Geschichte der Nachkriegszeit immer spannender, möchte in der Hinsicht auch nochmal auf das spannende Video Unser Wirtschaftswunder – Die wahre Geschichte verweisen, indem weitere Legenden der Nachkriegszeit aufgedeckt werden.

Die Entdeckung: Was die 68er über den Nationalsozialismus dachten, passt mit dessen Interpretation in den fünfziger Jahren auffällig nicht zusammen. In den fünfziger Jahren galt der Nationalsozialismus als sexuell unerträglich permissiv, also schien Sittenstrenge das Gebot der Stunde zu sein, um die Republik moralisch neu zu fundieren. Den 68ern hingegen galt der Nationalsozialismus als sexuell repressiv, als ein Regime unterdrückter Lust, also erschien vielen die sexuelle Befreiung als der gebotene Weg, die Republik von ihrer Vorgeschichte zu emanzipieren.

Auch für ihre Analyse der sechziger Jahre zieht Herzog aus dem kompexen Geflecht der Faktoren nur die Fäden der Sexualitätsgeschichte heraus. In ihren Augen ist die Freizügigkeit der 68er auch eine Konsequenz daraus, den Massenmord als Folge sexueller Unterdrückung zu erklären. In der Sexualmoral der fünfziger Jahre sah die junge Generation nicht die Neuorientierung, sondern ein Fortbestehen nationalsozialistischer Rigidität. Der strenge »Wunsch, nur gut zu sein«, den Sophinette Becker im Verhalten der neuen Linken ausmachte, entsprang auch der Strenge der Elterngeneration, welche die 68er als verschleierte Verdrängung von Schuld verstanden. Dass diese junge Generation dabei allzu oft in der Gefühllosigkeit gegenüber den Opfern verharrte, gehört zu den Kehrseiten des wütenden Selbstbefreiungsversuchs.

http://www.dereferer.org/?http%3A%2F%2Fwww%2Ezeit%2Ede%2F2005%2F42%2FST%2DLust%2DTAB

Das Regime thematisierte Sex öffentlich als etwas Natürliches und Reines und förderte den außer- und vorehelichen Geschlechtsverkehr – etwa in BDM, HJ oder Reichsarbeitsdienst. Diese Freizügigkeit erkläre auch die Bindung der Jugendlichen an das Regime.

http://www.dereferer.org/?http%3A%2F%2Fwww%2Esueddeutsche%2Ede%2Fkultur%2Fdas%2Dbuch%2Ddagmar%2Dherzog%2Ddie%2Dpolitisierung%2Dder%2Dlust%2Ddie%2Dgerman%2Dangst%2Dvor%2Dsex%2D1%2E892318

Willkürliches Gendern

Vorhin habe ich einen Artikel in der taz gelesen und mir ist willkürliches Gendern aufgefallen.

Facebook-Freundschaften zwischen Schülern und Lehrern sind per Gesetz untersagt.

Der Anriss ist ganz maskulin ohne das etwas gegendert wurde.

väterliche Gesetz zu regeln.

Das Väterliche Gesetz ist auch irgendwie ein Unding.

Das Verhältnis zwischen Pädagogen und SchülerInnen ist von jeher ein Schwieriges.

Beim ersten Satz ist mir aufgefallen, das die Authoritätperson maskulin mit Pädagoge bezeichnet wird. Und im selben Satz, sind die untergebenen Schüler auf einmal, ich finde willkürlich, gegendert. Gendern ist schon so eine Sache für sich und alle können davon halten, was sie wollen. Aber das in einem Satz beinahe willkürlich die maskuline und die gegenderte Schreibweise verwendet wird, ist auf jeden Fall falsch. Oder nicht?

Unterstellungen spare ich mir und jeder kann sich selbst Gedanken machen, warum „Das Verhältnis“ zwischen der Maskulinen Schreibform und der gegenderten von jeher ein Schwieriges ist. Und ob das alles Zufall sein soll…